Moody’s bestätigt Österreichs Triple-A

Fekter nach Moody’s-Bewertung: „Wir müssen unsere Standortpolitik verbessern.“

Presseinformation, 23.Dezember 2011

Die US-Ratingagentur Moody’s hat am 23. Dezember 2011 ihre Bestnote „AAA“ für die Republik Österreich erneuert und auch den Ausblick mit „stabil“ bestätigt. Begründet wird dies mit der wirtschaftlichen Stärke der heimischen Volkswirtschaft, mit dem überdurchschnittlichen Wachstum, den gut ausgebildeten Arbeitskräften und einem wettbewerbsfähigen Exportsektor. Damit verbunden seien außerdem hohe Durchschnittseinkommen und eine niedrige Arbeitslosigkeit.

„In Summe ist die Beurteilung der Republik durch Moody‘s erfreulich für die Gesamtsituation Österreichs ausgefallen, andererseits gibt es darin auch warnende und kritische Anmerkungen, die besonders beachtet werden müssen. Das positive Rating heißt nicht, dass man sich jetzt zurücklehnen kann“, kommentiert Finanzministerin Dr. Maria Fekter die Bewertung der Ratingagentur. Es gelte vor allem die Standortpolitik zu verbessern, damit Investoren auch noch mittelfristig Interesse an Investitionen in Österreich haben. „Die Debatte um die Reichen- und Gruppenbesteuerung ist kein hoffnungsfrohes Szenario für Investoren. Das kann uns schneller auf den Kopf fallen, als uns lieb ist“, so Fekter.

Auch bei der geplanten Schuldenbremse werde man stärker auf standortpolitische Faktoren achten müssen. „Dabei geht es nicht um Privatbefindlichkeiten von Superreichen, sondern da wird die Investitionstätigkeit für Arbeitsplätze in Österreich bewertet“, hielt Fekter fest. Wenn Österreich bei Standortsicherung und Investitionsschutz abfalle, werden Investitionsentscheidungen mittelfristig möglicherweise nicht mehr für Österreich ausfallen.

Hinsichtlich einer kostengünstigen Kapitalaufnahme habe man mit der Bestätigung des Triple-A-Ratings den ersten Schritt erzielt, nun gelte es, den Zinsabstand zu Deutschland nicht zu groß werden zu lassen. „Wenn wir den Abstand gering halten können, werden auch die Refinanzierungskosten im kommenden Jahr für Österreich kostenverträglich bleiben“, erklärte die Finanzministerin.

Beachtet werden müssten außerdem die Stabilität am Bankensektor und die damit verbundenen hohen Kosten für den Staat. Kritisch sieht Moody’s auch das Thema Frühpensionen. „Frühpensionen dürfen nicht mehr attraktiv sein, das faktische Pensionsantrittsalter muss deutlich ansteigen“, bekräftigte Fekter.

„Wir müssen unseren eingeschlagenen Pfad konsequent weiter fortsetzen, Defizit abbauen und die Standortqualität sukzessive erhöhen. Außerdem müssen wir nötige Strukturreformen angehen und Österreich nachhaltig absichern“, so die Finanzministerin abschließend.

 

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