Pröll: "Absetzbarkeit von Spenden im Ministerrat beschlossen"

"Spendenabsetzbarkeit ist wichtiges Signal für Hilfe am Menschen - mit Konjunkturpaket on top in Europa"

Presseinformation, 23.Dezember 2008

Wien (BMF) - "Mit dem heutigen Beschluss der Absetzbarkeit von mildtätigen Spenden durch den Ministerrat ab 1. Jänner 2009 helfen wir rasch jenen Menschen, die Hilfe brauchen", betonte Finanzminister Josef Pröll nach dem heutigen Ministerrat. Pröll weiter: "Damit werden Spenden für mildtätige Zwecke und Entwicklungsarbeit steuerlich absetzbar gemacht - sowohl für Private, als auch für Firmen, Institutionen und Stiftungen. Das ist ein wichtiges Signal für Menschen, die Dienst am Menschen in der dritten Welt und in Österreich leisten."

Die Absetzbarkeit von Spenden soll gemeinsam mit der großen Steuerentlastung beschlossen werden und rückwirkend ab 1. Jänner 2009 gelten. Die absetzbare Spendenhöhe soll mit 10% vom Einkommen - bei Unternehmen 10% des Vorjahresgewinns - gedeckelt sein. Pröll: "Ich erhoffe mir, durch diese Regelung ein erhöhtes Spendenaufkommen und mehr Transparenz im Spendendschungel. Durch die rasche Beschlussfassung und das rückwirkende Inkrafttreten ist von der steuerlichen Absetzbarkeit auch die Aktion Licht ins Dunkel bereits eingeschlossen, da heuer die Zahlscheine mit Datum Anfang Jänner ausgestellt werden." Die Regelung sei damit analog zur bereits bestehenden Absetzbarkeit von Spenden für Museen. Nach zwei Jahren werde man evaluieren, welche konkrete Auswirkung auf das Spendenaufkommen bestehe und prüfen, ob man die Basis für die Spendenabsetzbarkeit verbreitern könne.

Zum ebenfalls beschlossenen Konjunkturpaket bekräftigte der Finanzminister, man habe die EU-Zielsetzung von 1,5% des BIP deutlich übertroffen. "Wir haben zwei Konjunkturpakete in der Höhe von 5,7 Milliarden Euro - das sind 2% vom BIP - beschlossen. Damit sind wir in Europa on top was die Umsetzung und das Ausmaß der Wirtschaftshilfe betrifft. Das ist schnelle und effektive Unterstützung für die Menschen und KMUs", sagte Pröll. Man wolle weiters gemeinsam mit der Automobilindustrie ein Branchengespräch führen, um "zu besprechen wie man Arbeitsplätze der betroffenen österreichischen Zuliefererindustrie mit innovativen und nachhaltigen Ideen erhalten kann", so Pröll abschließend.

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