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Griechenland

Was ist das größte Problem?

Griechenland muss wieder in der Lage sein, seine Finanzschulden bedienen zu können. Dafür ist eine Vielzahl an strukturellen Problemen zu überwinden, einschließlich Verbesserung der Steuerverwaltung und der Steuereinhebung. Die Verkleinerung des überbordenden Staatsapparats und auch die Schaffung wachstumsfreundlicherer Rahmenbedingungen für Unternehmen sind Top-Prioritäten.

Wer trägt das höchste Risiko?

Den größten Teil der Griechenland Hilfe tragen die Euroländer und der Internationale Währungsfonds. Auch das ESZB hält griechische Anleihen.

Gibt es eine Lösung?

Die Lösung setzt an drei Punkten an: 1) Budgetkonsolidierung durch der Bereinigung der Ausgabenstruktur und Stärkung der Einnahmeseite, 2) Stärkung des Wachstums um aus den Schulden wieder herauswachsen zu können (eine Art „Marshall-Plan“) und 3) Überbrückung der Finanzierungslücken. Diese Ziele sind natürlich eng miteinander verknüpft und müssen parallel verfolgt werden.

Um die langfristige Stabilität zu sichern, hat nun die Eurozone beschlossen, die Fristen auf 15-30 Jahre zu verlängern und die Zinsen zu senken. Dadurch wird die Last auf viele Jahre verteilt. Auch der Privatsektor beteiligt sich auf freiwilliger Basis.

Ist die Griechenland-Problematik mit einem 2. Paket gelöst?

Die Finanzierungseite ist nun auf längere Sicht gelöst. Es liegt jetzt an Griechenland, seinen Teil zu liefern. Die Eurozone wir Griechenland dabei technisch unterstützen und die Fortschritte kontrollieren.

Warum keine Entschuldung?

Griechenland wir einen Teil seiner Schulden zurückkaufen und der Privatsektor wird eine gewisse Reduzierung hinnehmen, was die Schuldenlast etwas vermindert. Die GR-Schulden können aber nicht isoliert betrachtet werden. Durch die finanziellen Verknüpfungen zwischen Mitgliedsstaaten und Banken würde eine Entschuldung die gesamte Eurozone gefährden. Als Folge einer Kettenreaktion könnten z.B. die portugiesischen oder spanischen Banken von der Marktfinanzierung ausgeschlossen werden, wodurch wiederum die Staaten einspringen müssten.

 

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