Hintergrund

Grundlage für die Einführung des Managementinformationssystems LoS - Leistungsorientierte Steuerung war die Reform der Steuer- und Zollverwaltung mit rund 10.000 Mitarbeiter/innen, zu deren Kernaufgaben die Sicherung des österreichischen Bundesbudgets zur Finanzierung der Staatsaufgaben gehört. Das jährliche Steueraufkommen beträgt ca. 60 Mrd. Euro, das Zollaufkommen ca. 6 Mrd. Euro.

Interne Faktoren die die Reform unter anderem erforderlich machten waren:

In einem fünfjährigen Prozess wurde aber nicht nur die Aufbau- und Ablauforganisation neu gestaltet, sondern auch neue betriebswirtschaftliche Instrumente zum Performance-Improvement eingeführt sowie ein Kulturwandel begonnen. Zielsetzung der Reform war die Umgestaltung der österreichischen Finanzverwaltung zu einer serviceorientierten, kostengünstigeren, flexiblen und effizienten Organisation, die künftig den sich schnell ändernden Anforderungen gewachsen ist. Die traditionelle Verwaltung, die über Inputgrößen gesteuert und geführt wurde, soll sich zu einer umfeldorientierten (an Stakeholdern orientierten) Verwaltung, die sich an Leistungen beziehungsweise an den Wirkungen der Leistungen ausrichtet, entwickeln.

Seit Abschluss der Reform im Jahr 2005 zeigt die österreichische Finanz- und Zollverwaltung eine komplett neue Aufbauorganisation. Die Finanzämter/Zollämter wurden zu wirtschaftlich vergleichbaren Organisationseinheiten zusammengefasst.

vorher

nachher

81 Finanzämter

41 Finanzämter

62 Zollämter

9 Zollämter

  • Innerhalb der Dienststellen wurden die bisher vorhanden starren und bürokratischen Hierarchieebenen auf 2 Ebenen verflacht.
  • Eine weitere radikale Maßnahme des Reformprozesses war die Abschaffung der über mehr als 170 Jahre bestehenden 7 Finanzlandesdirektionen. Dafür wurde zur Steuerung und Unterstützung der nachgeordneten Dienstellen eine Steuer- und Zollkoordination (SZK) eingerichtet.
  • In konsequenter Fortsetzung der Reform wurde mit 1.1.2007 die Steuerfahndung Österreich als eine bundesweit zuständige Organisationseinheit zur Bekämpfung des organisierten/systematischen Steuer- und Sozialbetruges geschaffen.
  • Und schließlich wurde mit 1.1.2009 das letzte große Reformvorhaben durch Zusammenführung der 8 Großbetriebsprüfungen zu einer ebenfalls bundesweit zuständigen Großbetriebsprüfung abgeschlossen.

 

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